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Datum: 07.02.2012 > Login > Registrierung
Grundsätzliches zum Bau von Solaranlagen

1. (Dach)-Flächenbedarf

Zur Gewinnung von Wärmeenergie mittels Solarenergie braucht man eine geeignete Aufstellungsfläche für die Kollektoren. Geeignet sind Dachflächen (Neigungswinkel ca. 40 °) mit Südausrichtung (Südost bis Südwest), aber auch Flachdächer. Wenn die Solarenergie nur zur Warmwasser-Aufbereitung genutzt werden soll, benötigt man 1 bis 1,5 m² Kollektorfläche pro Person, soll die solarthermische Anlage auch der Heizungsunterstützung dienen, so sind ca 2,5 m² pro Person zu veranschlagen.
Produkte.

2. Funktionsprinzip einer solarthermischen Anlage und Speichergröße
Eine solarthermische Anlage besteht aus einem Sonnenenergie-Kollektor auf dem Dach, einer Regel- bzw. Steuerungseinheit und einem Speicher. In dem geschlossenen Kreislaufsystem sorgt eine Pumpe dafür, dass der flüssige Wärmeträger (der auch im Winter nicht einfriert) die Wärmeenergie in den Speicher transportiert wird. Ein Wärmetauscher im Speicher ermöglicht warmes Trinkwasser. Wichtig ist die richtige Dimensionierung des Speichers (s. Punkt 4).

3. Investitionen: Was kostet eine solarthermische Anlage
Eine typische Dimensionierung einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung für einen 4-Personen-Haushalt liegt bei etwa 5 m² Flachkollektoren mit einem 300-l-Speicher. Hierbei lassen sich etwa 50 - 60 % am jährlichen Energieverbrauch durch Warmwasser einsparen. Die Investitionskosten schwanken beim Einsatz von Flachkollektoren zwischen 4.000 und 6.000 Euro (inkl. Montage).
Soll zusätzlich die Raumheizung (Kombianlagen) unterstützt werden, müssen für ein Einfamilienhaus ca. 10-18 m² (Flach-)Kollektoren mit 70-100-l-Speichervolumen je m² Kollektorfläche eingeplant werden. Hierbei lassen sich Energieeinsparungen von bis zu 25 % erreichen. Die Preise für Kombianlagen zur Heizungsuntersütztung liegen einer Größenordnung von etwa 8.000 bis 12.000 Euro (inkl. Montage).

4. Solarförderung & Finanzierung
Es gibt staatliche Fördermittel vom Bund, einzelnen Bundesländern und auch kommunale Programme. Bei Errichtung von Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und/oder zur Bereitstellung von Prozesswärme erhalten Antragssteller 60 Euro pro m². Bei kombinierter Warmwasserbereitung und Raumheizung erhalten Privathaushalte und öffentlich-rechtliche Antragssteller für Solarthermieanlagen 105 Euro je m². Sofern die Anlage größer als 40 m² und nicht im Rahmen der Innovationstatbestände förderbar ist, kann diese mit einem Fördersatz von maximal 40 m² mal 105 Euro bezuschusst werden.
Weitere Infos beim Bundesamt für Wirtschaft, Tel. 06196/908-625, Bundesländern sowie einigen Kommunen gewährt. Zinsgünstige Kredite werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW (Tel.: 069-7431-0 ) vergeben, z.B. über das KfW-Programm zur CO2-Minderung (Programm-Nr. 123). Ein Kredit-Formular der KfW und weitere Infos erhält man über jede Hausbank. Weiter Hinweise hier.

5. Wirtschaftlichkeit einer solarthermischen Anlage
Lohnt sich eine Solaranlage zur Unterstützung von Warmwasser oder der Heizung im Haus? Bevor Sie sich diese Frage als Investitionsfrage stellen, überprüfen Sie bitte zunächst, welche der vielen Anschaffungen sich in Ihrem Haus bisher betriebswirtschaftlich "gerechnet" hat.
Eine Solaranlage erhöht sicherlich den Wohnwert eines Hauses, trägt zur Ressourcenschonung bei und gibt den Hausbewohnern das Gefühl einer teilweisen Unabhängikeit von fossilen Energieträgern. Ob sich die Solaranlage wirtschaftlich im Sinne einer Rendite rechnet, hängt hauptsächlich von der Einschätzung darüber ab, wie sich die Öl- und Gaspreise in den nächsten 15 - 20 Jahren entwickeln werden.

6. Tipp: Kombination einer Solarwärme-Anlage mit einer Holzpellets-Heizung
Der Betrieb einer Solaranlage zur Wärmeerzeugung kann in Kombination mit einer Holzpellets-Heizung sinnvoll sein. Hier kommt es bereits bei der Planung auf die richtige Dimensionierung des solaren Speichers an. Vorteil: In den Sommermonaten und in der Übergangszeit trägt die Solaranlage dazu bei, dass kurze Betriebszeiten der Holzpelletsanlage zur Wärmebereitstellung (z.B. zum Duschen) unterbunden werden und dadurch die energetische Effektivität der Pellets-Heizung im laufenden Betrieb erhöht wird.
Weitere Infos zur Planung einer Solarthermie-Anlage:
Genehmigung
In der Regel sind Solaranlagen genehmigungsfrei, sofern sie an der Fassade, auf Flachdächern oder in der Dachfläche errichtet werden. Einige Länder bestehen auf einer Genehmigungspflicht für Anlagen, die aus dem Baukörper hervorspringen. Weitere Einschränkungen können durch örtliche Bebauungspläne oder andere Vorschriften für die bauliche Gestaltung vorgegeben werden (z. B. denkmalgeschützte Bauten). Bitte erkundigen Sie sich bei der Planung einer Solarthermie-Anlage bei der zuständigen Bauordnungsbehörde nach bestehenden Vorschriften hinsichtlich der Genehmigung der Anlage.
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